Monat: Juni 2017

Vegane Pancakes mit Sauerkirschsauce und Johannisbeeren

Es ist Ende Juni und überall leuchten rote Beeren von Büschen und Bäumen. Bei all dem Überfluss neigt man dazu, das süße Obst gegenüber dem säuerlichen zu bevorzugen; Himbeeren und Erdbeeren zum Beispiel oder die prallen roten Süßkirschen. Für den Frischverzehr sind uns Johannisbeeren und Sauerkirschen  oft doch einfach zu sauer. Ungenutzt sollten sie dennoch nicht bleiben, weshalb ich mir eine leckere Süßspeise ausgedacht habe, zu der säuerliches Obst einen hervorragenden geschmacklichen Kontrast bildet: Vegane Dinkel-Pancakes mit Sauerkirschsoße und roten Johannisbeeren.

Für 6 – 7 Portionen habe ich verwendet:

Für die Sauce:

  • drei Hände voll Sauerkirschen
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 EL Rum
  • Agavendicksaft (nach Belieben)

Für die Pancakes:

  • ca. 250 gr Dinkelmehl
  • 50 ml Rapsöl
  • 1 Päckchen Weinsteinbackpulver
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL gemahlene Vanille
  • Agavendicksaft (nach Belieben)
  • Sprudelwasser

Außerdem:

  • 1 Päckchen vegane Soja-Schlagsahne (am besten ein Produkt, das mit möglichst wenig unnötiger Chemie auskommt)
  • eine kleine Schüssel roter Johannisbeeren

Die Sauerkirschen entkernen und mit Zitronensaft und Rum aufkochen. Danach pürieren und Agavendicksaft zufügen, bis die gewünschte Süße erreicht ist. Noch einmal kurz aufkochen und erkalten lassen.

Für die Pancakes Mehl mit Vanille, Salz und Backpulver mischen. Danach Öl und Agavendicksaft zugeben. Kleine Mengen Sprudelwasser hinzufügen und gut verrühren, bis der Teig die typische, zähflüssige Pfannkuchenkonsistenz hat. Nun in heißem Rapsöl kleine Pancakes ausbacken:

Kleiner Tipp: Die Pancakes sind zwar schön fluffig, aber nicht ganz so elastisch wie Pancakes mit Ei. Daher vorsichtig wenden, damit sie nicht reißen! Die warmen Pancakes mit der Soja-Schlagsahne und der erkalteten Sauerkirschsauce anrichten. Oben drauf die frischen Johannisbeeren und ein Melisseblättchen geben –  et Voilá!

 

Vegane Erdbeercreme-Törtchen

Hier nur ein kurzes Update zum veganen Erdbeercremekuchen vom letzten Wochenende. Ich habe das Rezept noch mal leicht abgewandelt und finde es nun noch besser! Außerdem habe ich die Form etwas verändert und zwei Törtchen-Varianten gemacht.

Die Vanille habe ich weggelassen und dafür 2 TL Kokosöl zum Boden gegeben. Die Cashewnüsse im Boden habe ich durch Mandeln ersetzt. In die Creme kam außerdem noch eine winzige Messerspitze Stevia – so wurden die Törtchen noch etwas süßer. Auch habe ich diesmal den Rand nicht hochgezogen und ein paar Erdbeerstücke auf den Boden gegeben:

Das Ergebnis hat mich geschmacklich noch mehr überzeugt! Euch noch eine schöne Erdbeerzeit!

Anti-Aging-Pflege aus dem Garten

Altern gehört zum Leben dazu. Dennoch möchte auch ich möglichst lange von tiefen Falten und Furchen verschont bleiben.  Spritzen oder Schneiden käme für mich allerdings nie in Frage. Ich handle nicht gegen meinen Körper, sondern versuche ihn und seine Selbstheilungskräfte lediglich zu unterstützen. Eine bewusste Ernährung und ein ausgeglichener Lebenswandel tragen sicher dazu bei, dass man lange vital und gesund ist – und das auch nach außen hin.

Eine Bekannte erzählte mir von einem alten russischen Schönheitsmittelchen, dass ich schon lange mal testen wollte. Ich musste allerdings noch warten, denn für das Rezept brauch es frische Lindenblüten. Seit ein paar Tagen blühen nun endlich die Linden und ich war ganz früh in Garten und Feld unterwegs, um meine drei Zutaten dafür zu sammeln: Lindenblüten, Petersilie und Himbeerblätter.

  • von allen Kräutern (frisch, nicht getrocknet) je zwei EL in ein Gefäß geben und mit ca. 350 ml kochendem Wasser überbrühen
  • diesen „Tee“ 30 Minuten ziehen lassen, dann abseihen und erkalten lassen
  • anschließend den erkalteten Sud in eine Eiswürfelform geben und durchfrieren lassen.

Mit einem dieser „Kräuter-Eiswürfel“ möglichst morgens und abends die Partien abreiben, die zu Mimikfalten neigen (zwischen den Augen, über dem Mund und die sog. „Krähenfüße“). Die Würfel können z. B. in einem Gefrierbeutel aufbewahrt und nach Bedarf entnommen werden.

 

Zugegeben – es ist ein wenig umständlich morgens und abends zum Eisfach zu rennen. Aber ich werde es mal ausprobieren. Dass Lindenblüte und Petersilie einen positiven Effekt auf die Haut haben, das habe ich schon öfter gehört. Petersilie gilt als regelrechtes Anti-Aging-Wundermittel und es sind bereits ganze Pflegeserien mit Petersilien-Extrakt erhältlich. Lindenblüten sollen die Durchblutung anregen und Entzündungen hemmen. Auch Himbeerblätter wirken abstringierend (mir waren sie bisher aber nur bei klassischen Frauenleiden ein Begriff) und natürlich wirkt auch die Kälte temporär straffend, da sich die Haut zusammenzieht.

Übrigens: Von den Lindenblüten habe ich gleich mal ein paar mehr gepflückt. Diese trocknen nun in der Küche und sollen bald in einem Lindenblüten-Gesichtswasser Verwendung finden. Ich werde berichten.

Veganer Erdbeercremekuchen

Wir haben Anfang Juni, die Hochsaison für heimische Erdbeeren hat begonnen! Ich bin kein übermäßiger Obstesser, aber fast alle Beeren mag ich dafür umso lieber. Auch, wenn im Supermarkt praktisch das ganze Jahr über verlockend rote Erdbeeren aus den Obstregalen leuchten – ich warte tapfer auf die regionalen Früchte. Sie haben einfach ein viel besseres Aroma und sie müssen nicht um den halben Globus transportiert werden.

Da ich mich zur Zeit möglichst zucker- und weißmehlfrei ernähre, aber dennoch nicht komplett auf Süßes verzichten kann/will, war es mir wichtig einen möglichst „gesunden“ Kuchen für eine Familienfeier zu zaubern. Eigentlich wollte ich ihn sogar komplett rohvegan herstellen, allerdings war mir wichtig, dass die Creme nicht zu weich wird. Deshalb habe ich mich doch für die Verwendung von Agar-Agar entschieden. So wurde die Creme schön schnittfest. Ich habe den Tipp erhalten, dass fein gemahlene Flohsamenschalen die Creme ebenfalls fest werden lassen. Das werde ich demnächst mal probieren. Werden nämlich Flohsamenschalen anstatt Agar-Agar und ein Cashewmus in Rohkostqualität verwendet, erhält man eine rohvegane Leckerei – gesünder geht Kuchen nun wirklich nicht mehr! Und richtig gut geschmeckt hat er auch!

Folgende Zutaten benötigt ihr…

…für den Boden:

  • ca. 200 – 300 gr. feine Haferflocken
  • ca. 200 gr. Datteln (ich habe die Sorte Deglet Nour verwendet)
  • eine gute Hand voll Cashewnüsse
  • Vanille

…für die Creme:

  • 70 gr. Cashewmus
  • 200 gr. Erdbeeren
  • Dattelwasser (die verbliebene Flüssigkeit der eingeweichten Datteln vom Boden)
  • Agar-Agar

…für den Belag:

  • ca. 300 gr. Erdbeeren
  • essbare Blumen (für die Deko – wenn gewünscht)

Zunächst habe ich die Datteln klein geschnitten und für einige Stunden in Wasser eingeweicht. Nehmt nicht zu viel Wasser, sondern nur soviel, dass die Dattelstücke gerade bedeckt sind (Kleiner Tipp: Beim Kauf darauf achten, dass den Datteln nicht zusätzlich Zucker zugesetzt wurde).  Die Datteln im Kühlschrank richtig schön quellen lassen. Beim Abschütten der Datteln unbedingt das Wasser auffangen! Dieses dient als Süßungsmittel für die Creme. Währenddessen Cashews, Hafer und Vanille in einem Blender zu einem groben Mehl vermahlen. Die Hafermehl-Mischung mit den Dattelstücken zu einem Teig verkneten und mit diesem eine Springform auslegen. Einen ca. 2 – 3 cm  hohen Rand ziehen. Wenn ihr die Springform vorher mit Backpapier auskleidet, lässt sich der Kuchen später besser daraus lösen. Der Teig klebt nämlich etwas – er wird ja nicht gebacken.

 

Während der Boden nun ruht wird aus Cashewmus, Dattelwasser, Erdbeeren und Agar-Agar die Creme zubereitet. Die Erbeeren fein pürieren und mit Cashewmus und dem aufgefangenen Dattelwasser vermixen. Danach das Agar-Agar mit etwas Wasser kurz aufkochen und schnell unter die Masse mischen. Noch mal kurz durchpürieren und auf den Kuchenboden damit. Ich habe mit Agar-Agar schon ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht, weshalb ich zu einem fertigen Produkt wie z. B. Agartine rate. Diese Produkte lassen sich einfach besser dosieren. Ich habe 1,5 Päckchen davon für meinen Kuchen verwendet.

Dem Kuchen nun im Kühlschrank 1 – 2 Stunden Zeit geben damit er fest werden kann. Danach vorsichtig aus der Form lösen und auf eine Kuchenplatte geben. Anschließend kommt der schönste Teil: Das Dekorieren! Ich habe die Erdbeeren einfach halbiert und ringförmig angeordnet. Ein paar Wilderdbeer- und Thymian-Blüten habe ich dann dekorativ in der Mitte verteilt. Das Thymian-Aroma hat sogar ganz gut mit dem Erdbeer-Geschmack harmoniert.

Alle waren sehr überzeugt von dem Kuchen und ich muss dazu sagen, dass unter den Anwesenden kein einziger Veganer war. Er war wirklich ein Genuss und niemand hatte das Gefühl, dass er bei dieser Leckerei auf irgendwas verzichten muss.

Bon Appetit!

P. S.: Schaut euch auch die Abwandlung von diesem Rezept als „Vegane Erdbeercreme-Törtchen“ an.

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